Behandlung von Craniomandibulären Dysfunktion / CMD

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Leiden auch Sie manchmal, bis häufiger oder sogar schon chronisch unter Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen oder Migräne bis hin zu Verspannungen an den Schultern, im Nacken, im Halswirbelsäulenbereich oder sogar der gesamte Rücken?

So könnte es sehr gut sein, dass Sie unter der neuen Volkskrankheit CMD (Craniomandibulären Dysfunktion) leiden. Überprüfen Sie bei sich selbst, ob Sie sich morgens unausgeschlafen bis gerädert fühlen. Haben Sie sich schon einmal dabei ertappt, wie Sie vermehrt Ihre Schläfen und Wangen massieren? Knacken sogar Ihre Kiefergelenke, oder fühlen sich Ihre Ohren taub an oder haben Sie gar einen Tinnitus?

Sollten Sie alle obigen Fragen bei sich mit Ja beantwortet haben, so leiden Sie zweifelsfrei unter CMD. In diesem Beitrag wollen wir Sie über alles über Craniomandibuläre Dysfunktion informieren. Bei weiteren Fragen stehen wir als Zahnarzt Leipzig Ihnen selbstverständlich beratend jederzeit zur Seite.

Was ist CMD / Craniomandibuläre Dysfunktion

Was ist CMD / Craniomandibuläre Dysfunktion

CMD ist die Abkürzung für Craniomandibuläre Dysfunktion und steht für die Funktionsstörung vom Ober-, Unterkiefer und den Zähnen. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen: Cranio = Schädel, Mandibula = Unterkiefer, Dysfunktion = Fehlfunktion. Dabei können die Auswirkungen im schlimmsten Fall den ganzen Körper betreffen. Die Erkrankung an CMD ist weit verbreitet ohne dass die meisten Betroffenen es erkennen. Wenn der Biss erst einmal verändert und dadurch verschoben ist und die Kiefergelenke nicht mehr in der richtigen Stellung liegen, dann ist unser Körpersystem im Ungleichgewicht und man spricht von der Craniomandibulären Dysfunktion. Denn die Nervenbahnen sowie die Muskelbahnen des Kauapparates hängen direkt mit den Muskeln und den Nerven von Hals, Nacken und Rücken zusammen.

Symptome

Symptome

Bei einer Craniomandibulären Dysfunktion Erkrankung können unterschiedliche Symptome auftreten. Oftmals beklagen die CMD Patienten über Schmerzen im Kiefermuskel oder im Kiefergelenk. Immer häufiger beschweren sich die Betroffenen auch über andere Symptome.

Folgende Symptome können auftreten:

  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Nackenverspannungen
  • Rückenprobleme
  • Schulterschmerzen
  • Ohrenschmerzen
  • Schwindel
  • Tinnitus
  • Müdigkeit
  • Zähne knirschen
  • Heiserkeit
  • Sprechstörungen
  • Sehstörungen
  • Karies
  • Parodontitis

Achtung: Patienten bemerken keine CMD:

Die meisten Craniomandibuläre Dysfunktion Patienten bringen diese Symptome oft nicht in Zusammenhang mit der Fehlstellung des Gebisses. Nur wer sich mit dem Verständnis der Anatomie und der Körperfunktion auskennt, der weiß wie unser Körpersystem funktioniert: Der Biss nimmt Einfluss auf das Kiefergelenk, welches wiederum beeinflusst die Kopfgelenke und die Halswirbelsäule. Ebenso ist es bei der Muskulatur, die Kaumuskulatur nimmt Einfluss auf die Halsmuskulatur.

Ursachen von CMD

Ursachen von CMD

Wie es zur CMD-Erkrankung kommen kann, dafür gibt es verschiedene Ursachen, da jeder Mensch unterschiedlich stark auf eine Fehlfunktion des Gebisses reagiert. Nur die wenigsten Menschen besitzen ein ausgeglichenes Kausystem, unregelmäßige auftretende Störungen im Körper sind harmlos und fallen einem oft selbst nicht auf. Treten die Schmerzen häufiger auf, empfiehlt es sich im Falle einer Craniomandibulären Dysfunktion ärztliche Hilfe aufzusuchen.

Folgende Ursachen können eine Funktionsstörung auslösen:

  • Hauptfaktor: Stress
  • Fehlen von Zähnen
  • Zähneknirschen
  • Schlecht sitzende Prothese
  • Nicht exakt sitzende Kronen oder Brücken
  • Bei Unfällen entstandene Schäden im Mund-, Kiefer- und Gelenksbereich
  • Fehlerhafte Füllungen
  • Sportarten, z. B. Boxen
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Genetische Veranlagung
  • Falsche Körperhaltung

Fakt ist, dass vielen Craniomandibuläre Dysfunktion Patienten gar nicht bewusst ist, dass der sensible Tastsinn der Zähne über das Kauen die gesamte Muskulatur von Kiefer, Hals, Gesicht und Nacken mit steuert.

Die häufigste Ursache für die CMD Erkrankung ist der psychosoziale Einfluss, sprich der Stress. Aufgrund der Belastung sucht sich der Körper Möglichkeiten diesen anderweitig zu verarbeiten.

Analyse

Analyse

Um die Ursache der Craniomandibulären Dysfunktion herauszufinden, werden präzise Werte zur Befunderstellung, Behandlungsmethoden sowie Therapiemaßnahmen mit Hilfe der Funktionsanalyse erstellt. Bei dieser werden die Lage des Kiefers im Schädel, die einzelnen Kieferbewegungen und die Stellungen der Zähne zueinander untersucht. Es werden Abdrücke der Zahnreihe im Ober- und Unterkiefer erstellt, wodurch die Verzahnungsverhältnisse fixiert werden. Des Weiteren wird die Bewegung des Unterkiefers aufgezeichnet und die Lage zur Schädelbasis festgestellt.

Die erhaltenen Kiefermodelle und Messwerte werden in einen Artikulator (Kau-Simulator) übertragen. Aufgrund des individuell programmierbaren Simulationssystem können die Kaubewegungen realitätsnah nachgestellt werden.

Die Hauptanalyse der CMD findet mit der Fehlstellung des Gebisses statt. Die meisten Menschen besitzen keine ideale Verzahnung von Ober- und Unterkiefer. Denn schon eine fehlerhafte Füllung oder ein schlechter Zahnersatz muss von dem Köper kompensiert werden, was zu Spannungen und Fehlverhalten des Körpersystems führen kann. Diese Kompensationsprozesse erstrecken sich über einen längeren Zeitraum, bis die Fehlstörungen von Craniomadibulären Dysfunktion Patienten letztendlich wahrgenommen werden.

Achtung:

Besonders in Stresssituationen wird der Patient mit bisher unbekannten Symptomen konfrontiert. Dadurch werden oft die funktionellen Zusammenhänge zwischen der Kaumuskulatur und den Kiefergelenken in Zusammenhang mit dem restlichen Körper nicht erkannt. Somit werden die Symptome nicht mit CMD in Verbindung gebracht und die Behandlung beschränkt sich dann meistens auf die Symptome.

Die Bissfehlstellung

Die Auswirkungen einer Fehlstellung des Bisses, die auf eine CMD zurückzuführen sind, werden oftmals unterschätzt. Sie können sich in unterschiedlicher Art und Weise auf den gesamten Körper bemerkbar machen. Auswirkungen werden unterschieden:

Auswirkung auf das Skelett

Wenn das Kiefergelenk zu weit nach hinten oder asymmetrisch liegt, ist die Folge eine Störung im Kopfgelenk. Diese Störung wirkt sich auf die Wirbel aus, die dann asymmetrisch über- und/oder unterbelastet werden. Dadurch kommt es zu einer Fehlfunktion der gesamten Wirbelsäule.

Mit der Zeit führt die Craniomandibuläre Dysfunktion zu Abnutzungserscheinungen der Wirbel, wodurch die Nervenbahnen ebenfalls beschädigt werden. Häufig reagiert die Wirbelsäule im Bereich der Halswirbelsäule, im Brustwirbelbereich oder im Lendenwirbelbereich. Um den Schmerzen entgegenzuwirken nimmt der Patient automatisch eine Haltungsveränderung an.

Auswirkung auf das Muskelsystem

Eine Fehlstellung des Bisses kann zu einer Verkürzung und Schwächung der vorderen Kopfhaltemuskulatur und Kaumuskulatur führen. Der Kopf kann dann nicht mehr zentral und ausreichend von der Halswirbelsäule und den Muskelgruppen stabilisiert und ausbalanciert werden. Dieses Defizit müssen die Nacken- und Schultermuskulatur ausgleichen. Der Körper verlagert seinen Schwerpunkt, wodurch ein zu tiefer Biss entsteht.

Wenn die Probleme und die Schmerzen aufgrund einer Craniomandibulären Dysfunktion überhand nehmen, kann es zu einer körperlichen und/oder einer psychischen Dekompensation führen. Das bedeutet die Unausgeglichenheit des Körpers führt zu einem Unwohlbefinden der Patienten, die körpereigenen Gegenregulations- und Reparaturvorgänge versagen im Verlauf der Erkrankung.

Das Zähneknirschen

Beim Zähneknirschen werden die Zahnreihen aufeinander gepresst und reiben unbewusst kräftig aneinander. Oft bekommen die Patienten davon nichts mit, da es nachts und unbewusst abläuft. Die Kraft, die der Körper dabei aufbringt, ist um ein Vielfaches größer als beim normalen Kauen. Dadurch entsteht ein hoher Verlust an Zahnsteinsubstanz und die Folge sind Schäden an den Kauleisten. Wegen der Überbelastung sind der Zahnhalteapparat, das Kiefergelenk, die Kaumuskulatur und noch weitere Muskelgruppen dauerhaft angespannt, überfordert und werden beschädigt. Deswegen können die Folge einer CMD nicht nur Zahnschmerzen am nächsten Morgen, sondern auch schwere Schmerzsyndromen und sogar ein Tinnitus sein.

Um den Symptomen auf den Grund zu gehen, ist ein Besuch bei einem CMD-Spezialisten unumgänglich und daher empfehlenswert.

Der Tinnitus

Der Begriff Tinnitus bedeutet „das Klingeln in den Ohren“. Es bezeichnet ein andauerndes Ohrgeräusch. Dabei handelt es sich um einen Ton, der im Kopf oder im Ohr wahrgenommen wird, aber nichts mit den Geräuschen aus der Umgebung zu tun hat. Das Ohrgeräusch kann unterschiedlich ausfallen, es wird als Brummen, Pfeifen, Zischen, Knacken oder als Meeresgeräusch beschrieben. Es ist also eine akustische Wahrnehmung zusätzlich zu den normalen Umgebungsgeräuschen. Ungefähr 10 % der Bevölkerung leiden unter dem chronischen Ohrgeräusch. Um den Grund dafür herauszufinden bedarf es einer genauen Klärung. Oftmals wird der Tinnitus als eine eigene Krankheit eingestuft, aber er ist meist ein Symptom einer anderen Krankheit wie zum Beispiel einer Craniomandibulären Dysfunktion. Also bedingt die Funktionsstörung des Kiefergelenks einen Tinnitus. Denn das Kiefergelenk befindet sich anatomisch sehr dicht am Ohr und ist nur durch eine sehr dünne Knochenlamelle vom diesem getrennt. Wenn sich das Kiefergelenk verlagert und eine Funktionsstörung auslöst, wird der äußere Gehörgang eingedrückt. Ein weiterer Faktor einer CMD kann die verspannte Kaumuskulatur sein. Demzufolge entsteht eine Dauerbelastung gewisser Rachenmuskeln und Kaumuskeln, die eine Veränderung des Hörvermögens verursachen.

Daher empfiehlt sich:

Bei einem Tinnitus frühzeitig mit Hilfe des Zahnarztes die Ursache herauszufinden.

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Behandlung

Behandlung

Wegen einer Überbelastung des Kauapparates kann eine Craniomandibuläre Dysfunktion durch Verspannungen, Ohrgeräusche, Kopfschmerzen und andere Symptomen ausgelöst werden. Um die genaue Ursache der CMD herauszufinden, sollten Sie einen CMD-Spezialisten aufsuchen. Zahnärzte, die sich auf die Craniomandibuläre Dysfunktion spezialisiert haben können eine CMD-Erkrankung zweifelsfrei feststellen und meist auch rasche Abhilfe schaffen. Nach der Behandlung in der Zahnarztpraxis ist in manchen Fällen eine Physiotherapie vorgesehen. Bei der Physiotherapie werden Physiotherapeuten bzw. Orthopäden mit einbezogen. Gemeinsam wird anhand der Diagnose ein spezieller und individueller Behandlungsablauf erstellt.

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Weitere Informationen

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Definition von CMD

CMD ist die Abkürzung für Craniomandibuläre Dysfunktion und beschreibt die strukturellen, funktionellen, biochemischen und psychischen Fehlregulationen der Muskel- oder Gelenkfunktion der Kiefergelenke.
Das Kiefergelenk ist mehrteilig aufgebaut. Es besteht aus einem Kiefergelenkskopf, einer Kiefergelenkspfanne, dem Gelenkdiskus sowie dem dazugehörigen Muskel- und Bandapparat. Wird der Mund geöffnet, dreht sich der Kiefergelenkskopf gemeinsam mit der Knorpelscheibe in der Gelenkspfanne. Wird das Kiefergelenk dabei fehlbelastet oder arbeiten bestimmte Kaumuskeln nicht synchron, kann es zu dauerhaften Schädigungen kommen. Da diese Fehlregulationen auf Dauer sehr schmerzhaft sind und auch Auswirkungen auf andere Körperregionen haben können, sind häufig interdisziplinäre Therapien ratsam.

Ursachen von CMD

Symptome bei CMD

Massage, Atlastherapie und manuelle Therapie bei CMD

Zahnarztpraxis Leipzig hilft bei CMD

Außer den Basisleistungen, wie Prophylaxe und einer professionellen Zahnreinigung, gibt es in unserem Zahnarztpraxis-kompetente Mitarbeiter für Funktionsanalysen. Da bei uns „Alles aus einer Hand“ ist und wir um die Bedeutsamkeit von schönen Zähnen wissen, sind wir sehr stolz auf unser Dentallabor, weil das in dieser Form nicht sehr häufig vorkommt. Aufgrund der Arbeiten unserer hochqualifizierten Dentaltechniker ist es uns möglich, unseren Patienten das Rund-um-Paket der Zahnheilkunde zu bieten. Somit ist einer unserer Fachbereiche das Fertigen von individuellem Zahnersatz, Zahnkronen und Brücken. Dazu zählt auch das Setzen von Implantaten durch unsere ausgebildeten Fachleute. Für unsere Zahnarztpatienten haben wir zudem noch eine besondere Dienstleistung: Da wir in unserer Zahnarztpraxis eng mit einem Physiotherapeuten zusammenarbeiten, sind wir in der Lage, gegen Schmerzen und Problemen des Kiefers vorzugehen und diese zu behandeln.