Zahnschmerzen können unterschiedlich Ursachen haben. Meistens ist es aber ein äußerer Reiz wie die Karies, die die Zahnschmerzen verursacht.Zahnschmerzen / Schmerzen sind verbunden mit einer Entzündung.

Einher geht dies mit einer Schwellung. Da der Nerv allerdings im Inneren des Zahnes liegt, kann sich die Schwellung nicht ausdehnen. Auf diese Art entsteht ein Dauerschmerz und der Zahn ist aufbissempfindlich. Schädigt die Karies den Zahn weiter, wird der Nerv nach außen geöffnet. Der Zahnschmerz ist damit schlagartig verschwunden.

Häufig denken dann unsere Patienten: Der Zahn hat sich selbst behandelt, der Zahnarztbesuch kann entfallen. Das ist jedoch absolut falsch. Denn die Entzündung geht weiter und endet immer mit einer dicken Wange. Der Zahn muss in diesem Stadium meist entfernt werden.

Damit Ihnen dies nicht passiert, sollten Sie sich Folgendes merken: In der Regel gehen die Zerstörungsprozesse des Zahnes mit einer erhöhten Temperaturempfindlichkeit einher.

Schmerzen die Zähne bei der Aufnahme von Kaltem oder Heißem, ist dies ein Warnsignal. Um zu verstehen, wie es dazu kommt, muss man einen genaueren Blick auf den Aufbau des Zahnes richten. Denn in seinem Inneren befindet sich die Zahnpulpaulpa (Zahnnerv mit dem dazugehörigen Gewebe, Arterie, Vene, Lymphgefäß usw.).

Diese ist eingebettet im Dentin. Darin befindet sich ein winziges Kanalsystem, das mit Flüssigkeit gefüllt ist. Trifft ein Reiz (Kälte oder Wärme) von außen auf den Zahn, so kommt es zur Flüssigkeitsverschiebung in diesem Kanalsystem. Der Zahnnerv registriert diese Veränderung und leitet die Information über das Nervensystem zum Gehirn, wo der Reiz verarbeitet wird.

Karies (Zerstörungsprozess durch Laktat/Säure) übt ebenfalls einen Reiz auf den Zahn aus, der mit zunehmender Zerstörung des Zahnes zunimmt. Der Zahn wird auf Kälte empfindlich. Im weiteren Stadium kommt Wärmeempfindlichkeit hinzu. Wird die Ursache nicht beseitigt, ist eine irreversible Schädigung des Zahnnervs nicht mehr zu verhindern.

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